Hugo Stamm zeigt in seinem Beitrag «Kirchen am Ende?» die Entwicklung der offiziellen Religion in der Schweiz. Er schreibt u.a.: «Inzwischen haben religiöse Zugehörigkeit und Glaube stark an Bedeutung verloren.» Kein Zweifel, die institutionalisierte Frömmigkeit hat aus gutem Grund einen immer schwereren Stand. Aber hat «Glaube» keine Bedeutung mehr? Stamm selbst widerspricht dem einige Sätze weiter: «Die Mehrheit [der Jungend] kann sehr wohl etwas mit Fragen nach Glauben und Religion anfangen, sie besetzen die Begriffe hingegen durchwegs mit positiven Werten.» Nicht nur die religiösen Institutionen, wir alle können dabei nur von der Jugend lernen. Anfangen kann ich damit in der eigenen Familie.
Theologie und Religionen interessieren mich seit der Jugendzeit. Entschieden habe ich mich dann für ein Physikstudium an der ETH Zürich. Einige Vorlesungen an den Theologischen Fakultäten der Universität Zürich und der Universität Basel habe ich neben Studium und späterer Berufstätigkeit besucht. “In der Mitte des Lebens” – ich bin Jahrgang 1959 – habe ich mir zum Ziel gesetzt, mich noch einmal intensiver mit Fragen der Theologie, der Religionswissenschaft und der Spiritualität auseinanderzusetzen. Anfang 2008 bin ich auf das Angebot der Uni Basel gestossen: BSTR – Berufsbegleitendes Studium der Theologie und Religionsphilosophie. Das Programm läuft unter dem Advanced Study Center der Universität. Eingestiegen bin ich im Sommer 2008 mit dem zweiten Teil des Jahresthemas “Gott”. Im Jahr 2009 befassen wir uns nun mit dem Thema “Zeit”.
Das BSTR brint mir viele Impulse, intellektuelle Herausforderungen und last but not least die Begegnung mit neuen Menschen. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer bringt seine Vorkenntnisse, Interessen und Lebenserfahrungen ein. So erleben wir einen unnachahmlichen Mix aus Wissenschaft und Lebenspraxis.
Diese Erfahrungen sind für mich Anlass, einen neuen Blog zu starten unter dem Titel
t h e o – B – l o g i e