Es sind einige Wochen vergangen, seit der Berlinreise des BSTR. Felix Mahler, Urs Haldimann und Jürg Oetiker haben mir ihre Bilder aus dem Projekt «Bilder Berliner Religiosität» zugestellt. Meine eingen Bilder habe ich ebenfalls online gestellt.
Vom 30. April bis 4. Mai 2012 ist während einer Berlinreise zum Besuch der re:publica 12 eine weitere Serie von mir zum gleichen Thema entstanden.
Die Bilder sind bei Google+ veröffentlicht, aber auch ohne Google Account zugänglich.
Die Links zu den einzelnen Alben:
Bilder von Andi Meyer, Serie BSTR-Reise
Studienreise des BSTR nach Berlin vom Donnerstag, 2.2. 2012, bis Sonntag 5.2. 2012, begleitet von Prof. Dr. Hans-Peter Mathys, Dr. Elisabeth Grözinger und Andi Meyer in Ergänzung des Berufsbegleitenden Studiums in Theologie und Religionsphilosophie der Universität Basel, Studienjahr 2012
Die Reise hat das Thema «Bilder» des Studienjahrs 2012 aufgegriffen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich mit der religiösen Gegenwart der Stadt Berlin und mit der im Museum aufbewahrten altorientalischen Vergangenheit auseinandergesetzt. Wir sind Menschen begegnet, die in Berlin unterschiedliche Facetten urbaner Religiosität praktizieren, analysieren und reflektieren.
Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich am Projekt «Bilder Berliner Religiosität» beteiligt. Ziel war es, Fotos von Berliner Religiosität aller Art — Tram-Werbung für Buddhismus bis zu Gedenktafeln am Schöneberger Rathaus oder Aufdrucke auf T-Shirts, Praxisschildern … — zusammenzustellen. Die dazugehörenden Bildserien werden im Blogbeitrag «Religiöse Bilder und Symbole im urbanen Raum» vorgestellt.
Kommentare der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Reise und einzelnen Programmpunkten sind herzlich willkommen.
Berliner Stadtmission
Stadtmissionsdirektor Hans-Georg Filker informiert uns am 2.2.2012 über die Berliner Stadtmission
Kommentare können beim Eintrag zu diesem Programmpunkt abgegeben werden (Click auf die Überschrift)
Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) Berlin
Besuch, Bericht und Diskussion am 3.2.2012
Islamischer Verein für wohltätige Projekte e. V.
Führung durch die Omar Ibn Al-Khuttab Moschee im Maschari-Zentrum des Islamischen Vereins für Wohltätige Zwecke in Berlin-Neuköln
Wiener Strasse 1-6, 10999 Berlin, am 3.2.2012
Vorderasiatisches Museum
Besuch/Führung im Vorderasiatischen Museum am 3.2.2012: altorientalische/griechische Abteilungen inklusive des Pergamon-Altars mit Impulsen von Herrn Prof. Mathys und Frau Dr. Herbolt
Abend bei Ehepaar Heyroth am 3.2.2012
Heyroths waren schon in der evangelischen Kirche der DDR aktiv und berichteten von ihren Erfahrungen aus jener Zeit.
Jüdisches Museum Berlin
Führung am 4.2.2012 zum Thema Zwischen Anpassung und Selbstbestimmung: deutsche Juden im 19. Jahrhundert
Stadtkloster Segen
Besuch mit Mittagessen im Stadtkloster Segen,
einem Projekt der Communität Don Camillo und der Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord
Don Camillo Stadtkloster e.V., Schönhauser Allee 161, 10435 Berlin
Input und Gespräch mit Herr Prof. Wilhelm Gräb und seiner Frau zum Thema: Bilder urbaner Religiosität.
Herr Gräb ist Professor für Praktische Theologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und auch Mitherausgeber der «Predigtstudien», seine Frau ist Pfarrerin.
Evangelische Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde, Berlin
Besuch des Gottesdienstes und anschliessend gemeinsames Mittagessen mit Frau Superintendentin Dr. Birgit Klostermeier in Berlin-Schöneberg am 5.2.2012
Die BBC berichtet über eine aktuelle Ausstellung im jüdischen Museum in London.
http://www.bbc.co.uk/news/magazine-17304029
Der Autor Ian McEwan hat in einem Interview mit Finn Canonica über seinen neuen Roman Solar, Männer, Wissenschaft und Alter diskutiert.Im Verlauf des Interviews sagt Ian McEwan:
«Es liegt eine gewisse Grösse im materialistischen Leben. Die Welt ist grossartig, auch wenn wir keinen übergeordneten Sinn irgendwo entdecken. Wir brauchen keinen metaphysischen Überbau, keine Spiritualität, die alles in einem höheren Kontext verankert. Es ist okay, wenn man das Leben geniesst, sich um seine Mitmenschen kümmert, Beziehungen pflegt, sein Geld anständig verdient. Es ist einfach okay. Niemand braucht sich dafür zu schämen.»
Quelle: Das Magazin, No 42, 2010, Seite 32
Ein Bericht vom 22.4.2010 der 3sat-Kulturzeit zeigt auf, wie fundamentalistische Gruppierungen nicht nur im Islam, sondern auch im Christentum – in desem Fall in der katholischen Kirche – ihr Programm der Weltveränderung realisieren wollen.
Das im Video erwähnte Buch:
Depeche Mode veröffentlichte den Song «Personal Jesus» 1989. Das Rolling Stones Magazin platzierte den Song 2006 auf Platz 368 der 500 grössten Songs aller Zeiten gesetzt. Marilyn Manson, Jerry Williams, G&G und Johnny Cash haben Cover-Versionen des Songs veröffentlicht.
Der Song wird in drei unterschiedlichen Richtungen interpretiert:
1. Die religiöse Interpretation
Die religiöse Interpretation geht davon aus, dass Titel und Text des Songs bereits alles aussagen. Es geht um den persönlichen Jesus, dem sich ein Gläuber Read more…
Die Einführungsvorlesung Philosophie zum Thema Tod von Shelly Kagan kannst du dir auf der Seite der Yale Open Coures in allen Teilen Online anschauen. Die Vorlesung wird in Englisch gehalten und ist aus meiner Sicht gut verständlich.
http://oyc.yale.edu/philosophy/death/
Die Videos sind auch im Youtube Kanal der Yale University eingestellt:
http://www.youtube.com/user/YaleCourses#p/c/EA18FAF1AD9047B0
Für einen direkten Eindruck hier die zweite Vorlesung zum Thema «The nature of persons: dualism vs. physicalism» via Youtube.
Jenseits des Lebens – Unser Umgang mit dem Tod
von 3sat.delta: Mediathek-Beiträge
Video, 42:41 Minuten
Gespräch vom 25.10.2007: delta fragt nach dem Umgang mit Sterben und Tod in verschiedenen Weltreligionen und Kulturen und ihren Bildern von einem Leben nach dem Leben. Bestätigen oder widerlegen die Naturwissenschaften, allen voran die Nahtodforschung in der Neurobiologie, die Jahrtausende alten Jenseits-Vorstellungen? Darüber spricht Gert Scobel mit dem Religionswissenschaftler Michael von Brück und dem Arzt Paul W. Schönle.
Gertrud Kolmar (1894-1943)
Victor Klemperer (1881-1960)
Etty Hillesum (1914-1943)
Im Tutorium des BSTR vom 3. Juni 2009 haben wir uns anhand ausgewählter Texte und Referate dem Umgang mit existentiellen Krisen zugewandt. Mit einer gewissen Scheu tauche ich ein in die Gedanken dreier Autoren. Ihre Krisen waren nicht nur, aber vor allem die Konfrontation mit der NS-Dikatur. Die Lyrikerin Gerdrud Kolmar und die Juristin Etty Hillesum haben diese Zeit nicht überlebt. Der Romanist Victor Kleperer lebte bis 1960 in der DDR.
Ihre Texte sind Zeitzeugnisse und persönliche Verarbeitung erlebter Lebensbedrohung. Aus der Sicherheit und Freiheit des Theologischen Seminars Basel blicke ich in die Zelle, in die Lagerbarake und in ihr Gotteserleben inmitten der Traumatisierung. Ist es angemessen, aus dieser Perspektive Einsichten über meine Gotteserfahrung zu gewinnen? Sie kämpften um «neue Wörter, die noch längst nicht geboren sind» und werfen damit Licht aus dunkelsten Stunden in meine Tage. Das ist ihre Hoffnung: «Ich würde gerne am Leben bleiben, um die neue Zeit vorbereiten zu helfen und das Unzerstörbare in mir für die neue Zeit aufzubewahren, die sicherlich kommen wird. Sie kommt täglich näher, ich spüre es doch.»
Ihre Stimmen zu hören ist Last und Verantwortung. Und Lust: Nichts drängt mich mehr zur Hoffnung als ihre Bilder, ihre Leere, ihr eigener Gott. Unzerstörbar sind sie geblieben, für die neue Zeit. (Zitate im Text von Etty Hillesum)
Der du dies liest, gib acht;
Denn sieh, du blätterst einen Menschen um.
Doch ist es dir aus Pappe nur gemacht,
Aus Druckpapier und Leim, so bleibt es stumm
Und trifft dich nicht mit seinem großen Blick,
Der aus den schwarzen Zeichen suchend schaut,
Und ist ein Ding und hat ein Dinggeschick.
(Gertrud Kolmar)
